1. Wozu ein Radlager
Zwei abgeschrägte Kugellager mit einem gemeinsamen Außenring und getrennten Innenringen. So lässt sich das Radlager im Grunde genommen beschreiben. Diese Kugellager haben die Aufgabe die so genannten Radialkräfte aufzufangen und eine Reibung zu verhindern. Diese würde schließlich Energieverluste und unerwünschte Wärmebildung bedeuten. Und das soll vermieden werden. Doch damit werden die Radlager auch einer großen Belastung ausgesetzt. Und wenn sie erst einmal defekt sind, stehen zwei Fragen im Raum: “Wo bekommen ich Ersatzteile her? Und wie viel kostet die Reparatur?
2. Bauarten und Funktionen
In den Basisdarstellungen bei Achsen mit Antrieb sind diese Autoteile meist mit dem Radlagergehäuse verschraubt und sind ansonsten eher “nackt“. Für den Ausbau dieser Radlager und den Einbau der Ersatzteile müssen nur wenige Schrauben gelockert werden. In durchschnittliche Fahrzeugen kommen diese Radlager aber nicht zum Einsatz.
Bei der Achse ohne Antrieb versucht man Aufwand und Kosten der Autoteile geringer zu halten. Der Aufbau der Autoteile ist folgendermaßen: Abgeschrägte Zylinderrolllager nehmen Radial- und Axialkräfte auf, wobei die Innenringe nach außen und die Außenringe nach innen gelegt sind. Mit einer Mutter kann der Spielraum der Autoteile modifiziert werden. Da diese Autoteile manchmal zusammen mit der Bremstrommel ein Teil bilden, ist der Ausbau und der Einbau der Ersatzteile jedoch aufwendig.
3. Wenn das Radlager defekt ist
Dankbarerweise machen sich die meisten Autoteile selbst sehr deutlich und lautstark bemerkbar, wenn sie kaputt gehen. Beschrieben werden die Geräusche meist entweder als ein “mahlendes Knarren” oder ein Heulen von einer der Achsen. Welches Radlager es ist bemerkt man häufig in den Kurven. Bei einer Linkskurve geben die Autoteile rechts laut und umgekehrt. Je länger der Mangel ignoriert wird, umso mehr Spielraum erhält das betroffene Rad und verschlechtert sich das Lenkverhalten.
4. Reparatur und Kosten
Bevor das Radlager durchbricht, sollten doch Ersatzteile eingebaut werden. Einige Autobastler schwören darauf, dies selbst günstiger durchzuführen. Die Ersatzteile beziehen diese aus Online Auto Shops oder gar von Ebay. Die Preise für Ersatzteile schwanken dann zwischen 30 und 80 Euro. Das Radlagergehäuse wird ausgebaut, also von Spurstange, dem Querlenker, der Antriebswelle, dem Federbein, dem Bremssattel und der Bremsscheibe gelöst. Danach wird das Radlager “ausgepresst“ und die Ersatzteile eingepresst.
Obwohl man bei einer Werkstattreparatur der Radlager in einem Autohaus mehr Geld ausgibt, sind die Autoteile in der Regel hochwertig. Im Normalfall belaufen sich die Kosten auf 160 Euro. Bei einigen Autotypen müssen aufgrund der Konstruktion noch zusätzlich die Achszapfen gegen Ersatzteile ausgetauscht werden, wodurch der Preis die 240 Euromarke erreichen kann. Aber dies ist der zuverlässigste Weg.