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Text über Luftfilter und passende Bauteile

Luftfilter

Bild von einem Luftfilter

Alle Luftfilter sind Abscheider, welche unerwünschte Schwebstoffe wie Pollen, Stäube, Gase oder Krankheitserreger aus der Luft herausfiltern. Genauer gesagt handelt es sich um filternde Abscheider, welche im filternden Medium die Substanzen aus dem Luftstrom entfernen. Dabei kommen als Filtermedium meist Körner und Fasern zum Einsatz, welche zwischen Faserschicht- und Schüttschichtfiltern sowie Filtern mit festem Medium unterschieden wird. Bei allen Filtern ist ein relativ hoher Energieeinsatz zur Erreichung des Filterziels notwendig.

Trockenfilter
Diese Filterart ist im 20. Jahrhundert entstanden und wird in der Fahrzeugindustrie noch heute verwendet. Es handelt sich um papierähnliche ringförmige Gebilde mit zickzackförmig gefaltetem Gewebe als Filterelement. Die Filterfläche wird durch die Faltung der Gebilde vergrößert, der Strömungswiderstand wird bei gleichzeitiger Standzeit-Erhöhung verringert. Die kontaminierte Luft wird außerhalb vom Zylinder angesaugt, die gefilterte saubere Luft wird innerhalb weitergeleitet. Die Filterart ist hermetisch abgedichtet und sehr zuverlässig. Das Gewebe (papierähnlich) ist zwischen zwei Deckeln einvulkanisiert oder geklebt. Nach einmaligem Gebrauch werden diese Filtereinsätze entsorgt, als so genannte „Wegwerffilter“.

Es existieren des Weiteren Schaumstoff-Trockenfilter. Dabei handelt es sich um dieselben Konstruktionen wie bei den Papierluftfiltern, anstelle des gefalteten Papiers werden glatte Schaumstofflagen verwendet. Vorteile sind die höhere Luftdurchlässigkeit und die Möglichkeit zum Reinigen, wodurch die Standzeiten höher sind. Nachteil ist die geringere Filterwirkung, welche dickere Schaumstofflagen erfordert. Des Weiteren ist Schaumstoff nicht dauerhaft haltbar, wodurch die Filterelemente beginnen, sich nach gewisser Zeit aufzulösen, was einen Austausch nötig macht. Oft werden beide Filterarten kombiniert: Vorfilter aus Schaumstoff für den Grobschmutz und als Hauptfilter Papier.

Eine weitere Variante ist der Stahlnetz-Luftfilter (ölgetränkt), welcher bei Motorrädern wie der BMW R 25/3 oder auch älteren Traktoren eingebaut wurde. Die Staubpartikel des Luftstromes setzen sich bei Ansaugen am Öl fest, wodurch eine grobe Filterung der Ansaugluft erreicht wird. Das Stahlsieb wird mit Waschbenzin gereinigt und vom Staub befreit. Nach der Reinigung wird das Sieb wieder mit Öl getränkt.
Von einigen Herstellern gibt es spezielle Austauschluftfilter, welche die originalen Luftfilter ersetzen. Hierbei handelt es sich um so genannte „Dauerluftfilter“ aus Baumwolle, in spezielles Filteröl getränkt, die laut Aussage der Hersteller bis 100000 Kilometer ohne Reinigung eingesetzt werden können. Nach der Reinigung können sie neu eingeölt und erneut benutzt werden.

Luftfilter werden zum Beispiel eingesetzt in Fahrzeugen mit Otto- oder Dieselmotor zum Reinigen der Verbrennungsluft, bevor diese in Vergaser oder Zylinder gelangt. Ebenso in der staubemittierenden Industrie wie Papier oder Zement werden Luftfilter angewendet. In Lüftungsanlagen werden Luftfilter eingesetzt, um Schadstoffe von den Wohnungen fernzuhalten und in Staubsaugern dienen Luftfilter zum möglichst vollständigen Reinigen der austretenden Luft. In vielen weiteren Bereichen finden Luftfilter ihren Einsatz.

 



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