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Bremsbelagsatz,Trommelbremse, Bremsbelag

Bremsbelagsatz, Trommelbremse

Bremsbelagsatz, Trommelbremse, Bremsbelag

1. Bedeutung:
Unter einem Bremsbelag versteht man bei Fahrzeugen ein Bauteil, das mittels Reibung an einer Graugusstrommel/-scheibe die Bewegungsenergie in Wärme umwandeln soll, um damit die Geschwindigkeit des Fahrzeugs zu reduzieren.

 

2. Bauweise:
Die handelsüblichen Bremsbeläge bestehen aus folgenden Materialien:

• Trägerplatte aus Metall bzw. Sintermetall für hohe Belastungen

• Reibmittel, darin unter anderem Antimontrisulfid und Kupfer, früher auch Blei und Asbest.. Daneben Schwerspat (Bariumsulfat), das bindende Harz, welches im Laufe der Herstellung unter Wärmeeinwirkung verkokt und alle Partikel miteinander verbindet. Darüber hinaus Substanzen, die dem Bremsbelag die gewünschten Eigenschaften verleihen, wie Metalle (Kupfer, Messing, Eisen, Grauguß als Pulver oder Fasern), Mineralfasern, die Sulfide von Eisen, Kupfer, Antimon, Zink, Zinn, Molybdän.

• Mitunter bei Bremsklötzen eine Geräuschdämmplatte aus Metall oder Kunststoff

Der Bremsbelag sollte eine möglichst gleich bleibende Reibungszahl aufweisen, temperaturbeständig sein (bis 800 °C), um dem „Verglasen“ vorzubeugen und mechanisch belastbar sein. Neue Bremsbeläge entfalten ihre volle Bremswirkung erst nach einer gewissen Einfahrzeit. Während dieser Phase gleicht sich die Belagoberfläche an die Oberfläche der Scheibe/Trommel an, bis sich ein gleichmäßiges Tragbild entwickelt. Innerhalb dieser Phase verändert sich auch das Material an der Kontaktfläche zur Trommel. Es bildet sich Reibkohle. Erst danach wird die optimale Verbindung der Reibpaarung, Bremsbelag / Trommel, und somit beim Bremsen die maximale Verzögerung erreicht.

3. Diagnose:
Während des Bremsvorgangs reibt sich der Bremsbelag an den Bremsscheiben ab, daher sind Bremsklötze Verschleißteile. Im Neuzustand weisen die meisten Bremsbeläge eine Stärke von etwa 5 Millimetern auf, die im Einzelfall jedoch noch unter- oder überschritten werden kann. Die Verschleißgrenze von geklebten Bremsbelägen von Trommelbremsen liegt bei ca. 2
Millimetern

4. Reparatur:
Die Bremsbeläge sind immer achsweise zu ersetzen. Neue Bremsscheiben erfordern immer auch neue Bremsbeläge. Zuerst steht die Überprüfung des Bremsflüssigkeitstandes im Ausgleichsbehälter an. Dieser darf nicht auf dem Maximum stehen, da ansonsten beim Zurücksetzen der Bremskolben die Bremsflüssigkeit überläuft. Dann wird das das Auto auf einer ebenen Fläche mit eingelegtem ersten Gang abgestellt und mittels Keilen auf der Seite gesichert. Die Handbremse ist gelöst. Als nächstes werden der Radschrauben mittels Radschlüssel gelöst. Das Auto wird nun mit Hilfe des Wagenhebers angehoben, bis das Hinterrad den Boden nicht mehr berührt. Das angehobene Fahrzeug wird nun gesichert (mit einem anderen Wagenheber oder mit einem Stützbock). Alle leicht gelösten Schrauben werden nun gelöst und das Rad abgenommen Nun wird um die Bremszange zu entfernen als erstes das Handbremsseil ausgehängt. Dann wird die obere und untere Schraube des Bremssattels gelöst und entfernt. Der Bremssattel wird nun von den Bremsscheiben abgezogen. Dabei gilt zu beachten, dass die Staubmanschette des Kolbens und der Bremsschlauch nicht verletzt werden, der Bremsschlauch darf auch nicht geknickt oder gequetscht werden. Die Bremsbeläge können nun, nachdem die Bremszange vorsichtig beiseite geschoben wurde, entfernt werden.

5. Marken:
Bremsbelagsätze, Trommelbremse werden u.a. von den nachfolgend genannten Ersatzteile Herstellern angeboten: ATS, A.T.U., A.B.S.



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